“Lichtwoche München”/ 6. und 7. November 2019

6. und 7. November, München
Konzert im Rahmen der “Lichtwoche München“
St. Ludwigskirche, Ludwigstraße, München

Kunstlied (von der Romantik bis heute), nicht im steifen Konzertsaal, sondern in einem besonderen, zauberhaften Raum. Die Münchener Ludwigskirche, im architektonischen Ensemble der Universität ist sie ein Juwel (erbaut vor 175 Jahren von Friedrich von Gärtner).

Für die beiden Abende entwickele ich zur Zeit ein Programm, gemeinsam mit Stephan Heuberger (St. Ludwigs Kirchenmusiker), der Münchner Lichtplanerin Beatrice Seidt und mit Studierenden der Hochschule Rosenheim.

Der Innenraum der Ludwigskirche wird in nie zuvor gesehenes Licht getaucht. Die Lichtdramaturgie folgt dem Liedprogramm, das Werke von Richard Strauss, Max Reger, Gustav & Alma Mahler, Richard Wagner enthält. Außerdem speziell für diesen Abend komponierte Werke von Stephan Heuberger. Mit von der Partie ist außerdem die Klarinettistin Elisabeth Seitenberger.

Warum diese Lieder und diese Musiker? Sie alle haben Bezug zu München, zu St. Ludwig und vor allem: Ihre Werke machen das Licht zum Thema. Als romantische Stimmung, als Metapher für das Leben, für Transzendenz, für Gott.

Texte von Thomas Mann (München leuchtete) und anderen Autoren runden das Programm ab.

Weitere Infos zur LICHTWOCHE München: http://www.lichtwoche-muenchen.de
Unser Konzert auf der Website der Lichtwoche: https://tinyurl.com/yxeyam8e

Meine „Gute Frage“ im Magazin der Süddeutschen Zeitung

Quelle: Magazin Süddeutsche Zeitung, 40/2019

Vor einiger Zeit schrieb ich eine Frage an die Kolumne „Gute Frage“ vom Magazin der SZ. In der Ausgabe vom 4. Oktober 2019 könnt ihr die sehr köstliche Antwort von Johanna Adorján lesen.

Hier meine Frage:
»Ich bin Opernsänger und habe auf Familienfesten oft gern von mir aus einen musikalischen Beitrag geliefert, wenn ich passende Stücke gefunden habe. Mittlerweile hat sich das so verselbstständigt, dass meine Verwandtschaft bei jeder Zusammenkunft erwartet, dass ich etwas von mir gebe. Ich möchte mal als Privatperson mit den anderen feiern und nicht das ›Zirkusäffchen‹ sein – darf ich dann ehrlich sagen, dass ich keine Lust habe zu singen? Meistens habe ich gelogen und mich auf Halsweh oder Überlastung herausgeredet.«
Martin B., Frankfurt a.M.

Johanna Adorján antwortet:
»Auf diese Frage warte ich schon mein ganzes Leben.
Hier meine Antwort: Machen Sie es so, wie alle anderen Bühnenperformer es auch machen. Lassen Sie sich lange genug ­bitten, um wirklich im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Tun Sie dann mit großer Geste den Leuten den Gefallen. Sagen Sie aber vorher unbedingt, dass Sie eigentlich erkältet sind. Erklimmen Sie mit Leidensmiene die Bühne (wahlweise: stellen Sie sich im Wohnzimmer/vor dem Büfett in Positur). Räuspern Sie sich lange und ernst (wahlweise: stimmen Sie mehrere Minuten lang Ihr Instrument). Und dann singen (wahlweise: spielen, rezitieren) Sie. Aber, und jetzt kommt’s: viel zu lang. Man hatte gedacht, Sie würden ­einem mit einem kleinen Menuettchen die Petits Fours versüßen, aber Sie gehen aufs Ganze, wagen den Gesangsmarathon. ­

Genießen Sie, wie sich die begeisterten Mienen Ihrer Verwandtschaft binnen ­weniger Stunden in qualvolles Dahindämmern verwandeln. Teasen Sie einmal eine Art vorfinale Coda an, und wenn Sie merken, dass Ihr Publikum Hoffnung schöpft, sich zu regen beginnt, sich alle aufrecht hinsetzen und die Hände schon leicht anheben, um zeitnah zu applaudieren, hängen Sie eine Wiederholung dran. Von ganz vorn. Aber nicht hetzen, eher etwas langsamer jetzt. Wenn Sie selbst nicht so viel Zeit haben: Singen Sie, aber singen Sie schlecht. Ruhig was Modernes. Atonal, Zwölfton oder irgendwas, was Sie so richtig nicht können. Kennen Sie »Hurz«, den großen Sketch von Hape Kerkeling? Wenn nicht, googeln Sie ihn. Dies sei Ihr Vorbild.

Andere Möglichkeit: Satteln Sie um. Werden Sie Schuhverkäufer, Supermarkt­kassierer, Verkehrspolizist. Die werden bestimmt nie gebeten, im privaten Rahmen das Zirkusäffchen zu geben, und wenn, dann muss es echt ein sehr humorvoller privater Rahmen sein. Na ja, oder werden Sie Journalist.«

In der Lichtwerkstatt

Das Reich von Prof. Matthias Wambsganß : Lichtwerkstatt der TH RosenheimMatthias Wambsganß

von Konrad Busen

Viele von euch fragen uns: Was ist das für ein Projekt in München, am 6. & 7. November?
Wieso Licht, Lied, Ludwigskirche? Also, Licht ins Dunkel:

Hier, in der Lichtwerkstatt der TH Rosenheim traf ich gestern eine toll motivierte Crew. Mathias Wambsganß und Beatrice Seidt, Hochschullehrer und Lichtdesignerin. Und 13 (eine war krank) junge Studierende des Fachs Innenarchitektur.

Zusammen mit diesen jungen Leuten werden wir in den nächsten Wochen einen Liederabend entwickeln. Mit Liedern von (u.a.) Richard Strauss, Max Reger, Alma & Gustav Mahler, einer Uraufführung eines Werks von Stephan Heuberger, singen wird Martin Busen, Klarinette spielt Elisabeth Seitenberger.

Klickt euch mal durch die Bildergalerie und seht selbst. Wird das langweilig?

Die Lichtwoche München veranstaltet mit. Und die schönste Kirche Münchens ist der Ort des Geschehens:
St. Ludwig in Münchens … Ludwigstraße 🙂

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